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ARBEITSMARKT
 
 
   
  Quelle: WKO-Newsletter / Die Presse vom 03.11.2012  
     
  Entspannung auf Lehrstellenmarkt  
  Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit steigt im Oktober weiter an. Für die ganz Jungen entspannt sich die Lage. Für Leiharbeiter, Ältere und Männer sieht es schlecht aus.

(Wien/ES/AG.) Im Oktober waren 322.805 Österreicher ohne Job. Das sind 6,7 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung, um 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Schulungsteilnahmen, die in diesen Zahlen schon inbegriffen sind, stiegen um 11,5 Prozent auf 72.893.

Positives gibt es vom Lehrstellenmarkt und den Arbeitssuchenden unter 19 Jahren zu berichten: Österreichweit sank die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe um 4,8 Prozent, in Wien sogar um 12,8 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent auf 5750 zurückgegangen, und es wurden um 2,4 Prozent mehr offene Lehrstellen gemeldet.

Für Helmut Hofer vom Institut für Höhere Studien (IHS) sind demografische Schwankungen verantwortlich für diese Entwicklung: "Im Oktober gab es 7000 weniger 15- bis 19-Jährige als im Vorjahr." Vermehrte Schulungen seien hingegen kein Grund für die sinkende Arbeitslosigkeit der Jüngsten. Die Zahl der Jugendlichen, die sich in Schulung, etwa in einer überbetrieblichen Lehrausbildung, befinden, sei im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gesunken.


Lehrlinge sind unzufrieden

Trotz der positiven Tendenzen ist bei den Lehrlingen nicht alles eitel Wonne. Eine Umfrage der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ergab, dass 55 Prozent der befragten Lehrlinge unfreiwillig Ãœberstunden leisten mussten. 20 Prozent gaben an, dass die Ãœberstunden zumindest einmal unbezahlt erbracht worden seien. 69 Prozent mussten an Samstagen arbeiten, obwohl sie das nicht wollten. Beachtlich ist auch die hohe Unzufriedenheit mit der Berufswahl: 45 Prozent der Lehrlinge sagen, dass sie nicht in ihrem Wunschberuf arbeiten.

In der Gruppe der 15 bis 24-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit trotz der positiven Tendenzen bei den unter 19-Jährigen insgesamt um vier Prozent auf 40.401 an. Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 9,9 Prozent liegt Österreich damit im europäischen Vergleich hinter Deutschland und den Niederlanden an dritter Stelle.

Zunehmend von Arbeitslosigkeit betroffen sind ältere Menschen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei der Generation 50 plus um 10,7 Prozent auf sieben Prozent ist wie bei den ganz Jungen demografisch bedingt. Das Beschäftigungswachstum um 0,8 Prozent auf 3.489.000 unselbstständig Beschäftigte ist zur Gänze auf die Älteren zurückzuführen. Auch die Maßnahmen dafür, ältere Menschen länger auf dem Arbeitsmarkt zu halten, wirken sich auf die Statistik aus. Bald wird auch eine Reform der Invaliditätspension beschlossen, wie Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Mittwoch ankündigte.


Männer leiden stärker unter Konjunktur

Auch Männer haben es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht. Die Männerarbeitslosigkeit erhöhte sich im Oktober um acht Prozent, die Frauenarbeitslosigkeit nur um 4,5 Prozent. Dies sei darauf zurückzuführen, dass mehr Männer als Frauen in "konjunkturreagiblen Branchen" arbeiten, sagt Hofer. Vor allem die Industrie und die Baubranche seien von Konjunkturschwankungen betroffen. Auch Leiharbeiter, die bevorzugt in konjunktursensiblen Branchen eingesetzt werden, haben es nach wie vor nicht leicht. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 11,8 Prozent. Noch stärker, nämlich um 13,5 Prozent, stieg die branchenspezifische Arbeitslosigkeit nur im Gesundheits- und Sozialwesen an.

Je geringer die Qualifikation, desto höher die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden. 46,3 Prozent aller Arbeitslosen verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss. Den starken Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit um 26,1 Prozent begründete Hundstorfer mit einer Umstellung der arbeitsmarktpolitischen Ziele des AMS. Statt auf Schulungen setze man nun auf die dauerhafte Integration von "arbeitsmarktfernen" Menschen ins Berufsleben. Das sind Menschen mit geringen Beschäftigungszeiten und wenig formeller Bildung.

Im europäischen Vergleich weist Österreich mit 4,4 Prozent nach Berechnungsgrundlage der Eurostat die geringste Arbeitslosigkeit der EU auf. Der Schnitt der EU-15 liegt bei 10,8 Prozent Arbeitslosigkeit. Die höchsten Arbeitslosenraten haben nach wie vor Griechenland (25,1 Prozent) und Spanien (25,8 Prozent) vorzuweisen.
 
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